ACHTUNG
Uns haben zwei Rückmeldungen erreicht, dass bei Personen geklingelt und ein Termin für die SOZIAHR-Umfrage vereinbart werden soll. Das Vorgehen wird dabei als ziemlich penetrant beschrieben. Diese Personen gehören NICHT zu uns und handeln NICHT in unserem Auftrag! Bitte ignorieren Sie diese Personen und beenden Sie das Gespräch so schnell wie möglich.
Umfrage: Die 5-Jahres-Bilanz zur Ahrflut
Anfang August 2026 startet die große Bevölkerungsumfrage des SOZIAHR Forschungsprojekts. Hierbei werden aktuelle und ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner zu ihrer persönlichen Lebenssituation nach der Flut im Juli 2021 und ihren Erfahrungen mit dem Wiederaufbau befragt. Die ersten Ergebnisse werden bis April 2027 aufbereitet und der Öffentlichkeit vorgestellt.
Wie kann ich an der Umfrage teilnehmen?
Wenn Sie eine Einladung per Post von uns erhalten haben, können Sie auf der verlinkten Website Ihren individuellen Zugangsschlüssel eingeben und direkt loslegen. Alternativ können Sie sich sehr gerne direkt an das SOKO Institut wenden und um die Zusendung eines Papierfragebogens mit vorfrankiertem Rückumschlag bitten oder telefonisch teilnehmen (siehe Kontakt rechts/unten).
Falls Sie keinen Brief mit Zugangsschlüssel von uns erhalten haben, obwohl Sie direkt oder indirekt von der Flut betroffen waren, können Sie sich ebenfalls sehr gerne dort melden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort erstellen gerne einen Zugangsschlüssel für Sie und ermöglichen Ihnen so trotzdem die Teilnahme.
SOKO Institut
79.341
(ehemalige) Einwohnerinnen und Einwohner des Ahrtals werden zur Teilnahme eingeladen.
(alle, die 2021 in den Anrainer-Kommunen gemeldet waren und heute noch über die dortigen Meldeämter zu erreichen sind)
9
Themenblöcke werden im Fragebogen behandelt.
(u.a. direkte und indirekte Flutbetroffenheit, privater Wiederaufbau, politische Einstellungen, soziale Unterstützung und politische Aufarbeitung der Flutkatastrophe)
26
Monate lang wurde der Fragebogen speziell für das Ahrtal ausgearbeitet.
(inkl. Ortsbegehungen, Expertenfeedback, Gesprächen und Pretests mit Betroffenen sowie Konsultation des Trauma Hilfe Zentrums)
Häufige Fragen und Antworten
SOZIAHR geht auf die Initiative von Susanne Bell zurück, die auf dem Gymnasium Calvarienberg in Ahrweiler zur Schule gegangen ist und im Sommer/Herbst 2021 selbst mit den Knien im Schlamm stand. Kurz darauf schrieb sie ihre Masterarbeit zur Alltagsbewältigung der Menschen im ersten Jahr nach der Flutkatastrophe. Noch während der laufenden Masterarbeit bemühte sie sich um eine Vernetzung mit anderen Forschenden der Universität Bonn. Daraus gingen zwei erfolgreiche Projektanträge hervor, die das Projekt SOZIAHR von Juni 2024 bis voraussichtlich August 2029 finanzieren.
Uns ist bewusst, dass Sie schon oft um die Teilnahme an wissenschaftlichen Umfragen gebeten worden sind und dass deren Ergebnisse üblicherweise keine direkte Bedeutung für Ihr Leben haben. Bei unserer Studie ist das anders. Wir werden unsere Ergebnisse so schnell wie möglich aufbereiten und aktiv an die Verwaltung und Politik im Ahrtal sowie an höhere politische Ebenen herantragen. Um dies effektiv zu gestalten, arbeiten wir bereits seit Jahren mit zahlreichen Praxis-Partnern zusammen, verfolgen regionale Diskurse und laden regelmäßig zu lösungsorientierten Workshops ein.
Unserem Forschungsteam ist es sehr wichtig, dass so viele Ahrtalerinnen und Ahrtaler wie möglich an der Umfrage teilnehmen können. Deswegen ziehen wir den Kreis deutlich weiter als nur diejenigen, die unmittelbar am eigenen Grundstück Hochwasserschäden erlitten haben. Wir laden alle Personen, die zum Stichtag des 14. Juli 2021 in einer der Kommunen Adenau, Altenahr, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Sinzig, Remagen oder Grafschaft mit ihrem Erstwohnsitz gemeldet waren, zur Teilnahme an dieser Umfrage ein.
Ergänzung (Anfang August): Es wurden alle Personen kontaktiert, die heute noch in diesen Kommunen gemeldet sind (auch an anderen Adressen als zuvor) oder die seither maximal einmal umgezogen sind.
Ergänzung (17.08.26): Falls Sie in diesem Gebiet gewohnt haben, aber keine Einladung von uns erhalten haben, tut uns das sehr leid. Sofern kein Fehler bei Ihren Meldeamtsdaten vorliegt, könnte es in Ihrem Fall zu Problemen in der Adressaufbereitung oder Abwicklung bei der Post gekommen sein. Insgesamt konnten etwa 3.500 Briefe leider nicht zugestellt werden. Sie können sich aber gerne bei dem SOKO Institut melden und dort einen Zugangsschlüssel anfragen, um trotzdem teilnehmen zu können!
soziahr@soko-institut.de
0800 5254 500
Die Adressdaten zur Kontaktierung haben wir bei „KommWis – Kommunale Informationsverarbeitung Rheinland-Pfalz GmbH“ beantragt gemäß § 46 BMG (Antrag auf Gruppenauskunft) und gemäß §§ 34, 34a BMG (Antrag auf Datenübermittlung). Die Adressdaten wurden von KommWis bei den jeweiligen Meldeämtern angefragt und uns am 09.02.2026 datenschutzkonform übermittelt.
Ihre Daten werden streng vertraulich erhoben und anonym ausgewertet, d.h. Ihre Antworten werden nicht mit Ihrem Namen oder Ihrer Adresse in Verbindung gebracht. Selbstverständlich werden alle rechtlichen Vorgaben zum Datenschutz, d.h. insbesondere auch die Regelungen der DSGVO eingehalten. Die Umfrage wurde zudem durch die Ethikkommission der Medizinischen Fakultät Bonn freigegeben. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung zur Umfrage. Bei Rückfragen hierzu können Sie sich gerne direkt beim SOKO Institut melden, das unsere Umfrage technisch betreut: 0800 5254 500
Die Aufbereitung und Auswertung einer solch großen Umfrage ist anspruchsvoll und braucht einige Monate, um gesicherte Ergebnisse hervorzubringen. Daher planen wir mit einer Veröffentlichung der ersten Ergebnisse im April 2027. Sie werden auf unserer Website für jeden frei zugänglich präsentiert und Ihnen als Teilnehmerin oder Teilnehmer auch gerne auf Wunsch per E-Mail zugeschickt. Darüber hinaus werden wir die wichtigsten Erkenntnisse für Presseveranstaltungen, Medienbeiträge und Broschüren herausarbeiten und sie gezielt an Politik, Verwaltung und Praxisakteure herantragen. Nicht zuletzt werden auch wissenschaftliche Publikationen in Fachzeitschriften folgen.
Der Fragebogen enthält unter anderem Abschnitte zur persönlichen Lebenslage, zur direkten und indirekten Flutbetroffenheit, zum privaten und betrieblichen Wiederaufbau, zu Einstellungen zu Politik und Gesellschaft sowie zur sozialen Unterstützung und zur politischen Aufarbeitung der Flutkatastrophe.
SOZIAHR steht für „Soziale, Ökonomische und Administrative Herausforderungen von Klima-Resilienz“. Wir sind ein erfahrenes Team aus den Fachbereichen Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Geographie und Soziologie an der Universität Bonn. Wir haben uns bereits Anfang 2023 zusammengefunden, weil wir aus den Erfahrungen und den Leistungen der Menschen im Ahrtal lernen möchten. Das daraus entstandene Forschungsprojekt SOZIAHR setzt sich seit Mitte 2024 dafür ein, sozialwissenschaftlich belastbare Daten und Erkenntnisse über die Lage im Ahrtal zu gewinnen. Finanziert wird das Projekt von der Stiftung Mercator und der Universität Bonn.
Das Traumahilfezentrum in Lantershofen sowie zahlreiche lokale Beratungsstellen, Hilfsorganisationen und Begegnungsstätten sind gerne für Sie da!
Die vollständige Liste aller informierten Anlaufstellen finden Sie hier.
In Notfällen können Sie sich zudem auch rund um die Uhr an allgemeine Seelsorge-Hotlines wenden, bspw. die Telefonseelsorge Deutschland unter:
- 0800/1110-111
- 0800/1110-222
- 116 123
Wenn Sie rein technische oder verständnisorientierte Hilfe beim Ausfüllen brauchen, können Sie sich direkt an das SOKO Institut wenden. Auf Anfrage führen die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Umfrage auch gerne telefonisch mit Ihnen durch: 0800 5254 500
ergänzt (nicht in Anschreiben enthalten)
Die Umfrage enthält grundsätzlich einige komplexe Filterungen, die dazu führen, dass der Fragebogenverlauf für jede Person ein wenig unterschiedlich ist. Falls nicht jede Filterung aus Ihrer Sicht verständlich ist, bitten wir dafür um Entschuldigung. An manchen Stellen war es leider notwendig, die Komplexität der Fragen zu reduzieren, auch wenn dadurch nicht jeder Einzelfall perfekt abgebildet werden kann.
Darüber hinaus erhalten Personen, die zum Zeitpunkt der Flut minderjährig waren, eine deutlich gekürzte Fassung, in der bspw. die Abfragen zum finanziellen Schaden des Haushaltes komplett entfallen. Damit möchten wir die besonders jungen Befragten entlasten. Das führt aber leider an manchen Stellen im Fragebogen dazu, dass Überleitungssätze leicht irreführend sind, darum bitten wir um Entschuldigung.
Kontakt
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an die Projektkoordinatorin Susanne Bell oder an das SOKO Institut, das mit der Durchführung der Umfrage betraut ist.
Susanne Bell M.A.
SOKO Institut